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Nachruf auf Ralf Fuhrmann

Unser geschätzter Kollege Ralf Fuhrmann ist am 19. November 2020 an den Folgen einer COVID-19-Erkrankung verstorben.

Wir sind sehr traurig und betroffen.

Ralf hat über Jahre mit seiner ruhigen und humorvollen Art die bwagnä geprägt und wertvolle Arbeit im Vorstand der BWAGNÄ geleistet.

Ralf Fuhrmann hat sich neben seiner ärztlichen Tätigkeit im sozialen Bereich für Minderheiten und gegen Hetze und Gewalt in seiner Heimatstadt Pforzheim und in Baden-Württemberg engagiert. Der Gedanke einer „vielfältigen Gesellschaft“ ohne Diskriminierung prägte sein Handeln und wird uns ein Vorbild sein.

Wir werden Ihn als Menschen und Kollegen sehr vermissen.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.

Dr. Georg Härter Dr. Jan Thoden
Vorstand der bwagnä e.V. im Namen der Mitglieder

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Zum Tode von Ralf Fuhrmann

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Zehn Jahre ambulantes HIV-Versorgungskonzept – eine Erfolgsstory

  1. November 2019: In Deutschland leben annähernd 88.000 Menschen mit HIV. In guter Behandlung ist für Betroffene eine fast normale Lebensführung möglich. Entscheidend ist eine qualifizierte, strukturierte Versorgung, die eine spezialisierte Behandlung sicherstellt. Vor zehn Jahren – im Sommer 2009 – wurde deshalb die „Qualitätssicherungsvereinbarung HIV/Aids (QS-V HIV)“ im Bundesmantelvertrag Ärzte verankert. Das Ziel: Eine bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung von HIV-/Aids-Patientinnen und Patienten nach einheitlich hohen Qualitätsstandards in ganz Deutschland.

„Nach zehn Jahren lässt sich anlässlich des Welt-Aids-Tages 2019 das Fazit ziehen: Ziel erreicht“, so Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV): „Die Behandlung von Menschen mit HIV und Aids in Deutschland zeigt exemplarisch die Qualität in der ambulanten medizinischen Versorgung; die Krankenkassen wiederum wissen, dass ihre Versicherten mit HIV/Aids von Experten strukturiert und qualitativ hochwertig betreut werden.“

Das Versorgungskonzept zur spezialisierten Betreuung von Menschen mit HIV und Aids wurde durch die KBV und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter (dagnä) gemeinsam entwickelt und dann als QS-V HIV mit dem GKV-Spitzenverband zum 1. Juli 2009 in den Bundesmantelvertrag Ärzte aufgenommen. Seitdem definiert die QS-V HIV Struktur- und Prozessqualität, schreibt Qualifikation und Erfahrung der gegenwärtig 316 HIV-Schwerpunktärztinnen und -ärzte fest und gewährleistet die Finanzierung.

„Für die betroffenen Patientinnen und Patienten hat sich die Versorgungssituation mit der Qualitätsvereinbarung massiv verbessert. Seitdem werden sie von fachlich besonders qualifizierten Schwerpunktärzten betreut, die sich zudem durch HIV-spezifische Fortbildungen stets auf dem aktuellsten Wissensstand hinsichtlich der Behandlung Betroffener halten“, betont Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband.

Ein wichtiger Erfolg: Die Vorgaben der Vereinten Nationen zu HIV/Aids – 90 Prozent der Menschen, die in Behandlung sind, werden auch medizinisch erfolgreich behandelt – werden in Deutschland mittlerweile erfüllt: Aktuell liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 92 Prozent der Betroffenen die HI-Viruslast unter der Nachweisbarkeitsgrenze (<50 Kopien/ml). Im Jahr 2008 war dies noch bei nur etwa 80 Prozent der Fall. Hinzu kommt: Analysen zu HIVTherapiestrategien („Prophet“-Studie) zeigen unter anderem, dass sich die Kosten für die HIV-Medikation bei noch nicht behandelten Patientinnen und Patienten in der Schwerpunktversorgung verringern – bei gleichzeitig deutlich verbessertem medizinischen Outcome.

dagnä-Vorstand Dr. Axel Baumgarten ergänzt deshalb: „2009 war die entscheidende Weichenstellung in den Versorgungsstrukturen. Bedarfsgerechte Standards bei Struktur, Qualität und Vergütung sind die Grundlagen für eine mittlerweile zehnjährige Erfolgsgeschichte – in der Betreuung der betroffenen Patientinnen und Patienten, aber auch wirtschaftlich, wie die Versorgungsforschung deutlich macht.“

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Pressemitteilung zur HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP)

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 01. September 2019 ist die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) und die erforderlichen ärztlichen Begleituntersuchungen eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV).

Die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) beinhaltet eine vorbeugende Einnahme der Medikamentenkombination Emtricitibin/Tenofovirdisoproxil (FTC/TDF) und kann Menschen mit einem erhöhten Risiko für eine HIV-Infektion wirksam schützen.

Die Einführung der PREP wird ausdrücklich von der bwagnä begrüßt.

Die HIV-Schwerpunktpraxen in Baden-Württemberg bieten Beratungen und Betreuungen von Interessenten an.

Eine Liste der Schwerpunktpraxen, die eine Betreuung anbieten, kann unter folgendem link abgerufen werden: https://www.dagnae.de/wp-content/uploads/2019/07/PrEP_Übersicht-180719_K.pdf

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Vorstand der bwagnä
Dr. med. Georg Härter
Facharzt für Innere Medizin, Infektiologie
MVZ Medicover Ulm
Münsterplatz 6
89073 Ulm
Tel.: 0731/14063-0
Fax: 0731/14063-110
Email: georg.haerter@medicover.de
Internet: www.medicover.de

Dr. med. Jan Thoden
Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie, Infektiologie
Bertoldstraße 8
79098 Freiburg
Telefon 0761- 611 666 40
Telefax 0761- 611 666 49
Email: info@rheuma-freiburg.de
Internet: http://www.Rheuma-Freiburg.de

Ralf Fuhrmann
Praxis Ralf Fuhrmann
Innere Medizin, HIV, Infektiologie
Sachsenstr. 9
75177 Pforzheim
Telefon 07231-101311
Email: info@hausarztpraxisfuhrmann.de
Internet: www.hausarztpraxisfuhrmann.de

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Einladung zur Jahrestagung 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir laden Sie/Euch herzlich zur Jahrestagung der BWAGNÄ nach Ulm ein!

Am ersten Tag wird das Thema unseres Qualitätszirkels „State of the ART in Zeiten neuer Zulassungen und dualer Therapien“ sein.

An Tag 2 werden wir das bei der letzten Jahrestagung kontrovers diskutierte Thema des wirtschaftlichen Verordnens erneut aufgreifen. Weitere interaktive Impulsreferate umfassen Themen zur Suchtmedizin und der sexuell übertragbaren Erkrankungen (STI) sowie der heimischen Zoonosen. Die Diskussion von Patientenkasuistiken wird in einem weiteren Workshop fokussiert.

Neu sind im Programm zwei interaktive Workshops, die über den Tellerrand hinaus schauen: zum einen zu ethischen Aspekten in der Medizin und zum anderen zur Macht der Sprache (auch in der Kommunikation mit Patienten).

Wir freuen uns auf Sie/Euch und eine spannende und
diskussionsfreudige Tagung. Für den Qualitätszirkel und die Jahrestagung wurden bei der Landesärztekammer und Akademie für Infektionsmedizin Fortbildungspunkte beantragt.